vegan ist …
erzeugt:2016-11-08
letzte Änderung:2017-02-01

Veganismus ist eine Lebensweise, die Leid und Ausbeutung von Tieren kategorisch ablehnt. Auf den ersten Blick ist das nun auch unproblematisch und sogar sympathisch: Menschen wollen eine Welt, in der kein empfindungsfähiges Lebewesen leiden muss. Zu Ende gedacht ergeben diese Vorstellungen allerdings ein anderes Bild, nämlich das einer bestenfalls weltfremden, aber eigentlich vollkommen absurden Ideologie, die nur mit totalitären Denkmustern überhaupt am Leben gehalten werden kann.

So ist Veganismus an sich bereits eine „totalitäre“ Ideologie: Aus den Problemen, die (im erweiterten Sinn) Tiernutzung mit sich bringen kann, wird ein totaler Verzicht darauf gefordert, zumal weder bei der Forderung nach gleichen Rechten für alle Tierarten noch aus der Forderung für eine insgesamt möglichst glückliche oder leidarme Welt der vollkommenen Verzicht auf Tiernutzung eine notwendige Folge ist.

So eliminiert, bei der Forderung nach gleichen Rechte für alle Wesen ungeachtet ihrer Zugehörigkeit zu einer bestimmten Tierart, die Tatsache der Existenz einer Nahrungspyramide in der Natur Veganismus als Folge [eben dieser Forderung],1 während die Maximierung des, salopp formuliert, „allgemeinen Glücks auf der Welt“ nicht die nicht der menschlichen Art zugehörigen Tiere auf-, sondern Menschen faktisch abwertet.2

Und die Behauptung, dass eine vegane Ernährungsweise gesünder ist als eine, die nicht große Teile des natürlichen Speiseplans des Menschens ausschließt – nun, eine vegane Ernährung, die nicht durch künstliche Nahrungsergänzungsmittel angereichert wird, endet tödlich, und auch ökologisch stellt es eine enorme Verschwendung von Ressourcen dar, nur einen geringen – nämlich den pflanzlichen – Teil der Nahrungspyramide nutzen zu können und auf die große Zahl und Menge der Rohstoffe, die durch die Verwertung von Pflanzen durch Tiere überhaupt erst entstehen, zu verzichten.3

Veganismus und Tierrechtlertum sind also mitnichten eine … Lösung … für die Probleme unserer Zeit, sondern vielmehr ein Symptom dieser, ein Symptom extremer Entfremdung von den Grundlagen unserer Existenz und eine Aufgabe kritischen Denkens zugunsten romantischer Wunschvorstellungen.

Darüber aufzuklären, und ein Gegengewicht zur im Internet überbordenden tierrechtlerischen Propaganda darzustellen ist das Ziel von antivegan.at.


1: Siehe dazu: Regans Ethik inhärenter Werte

2: Siehe dazu: Singers Präferenzutilitarismus

3: Siehe dazu: Nachhaltigkeit