Das Reichstierschutzgesetz
erzeugt:2016-11-08
letzte Änderung:2016-11-08

1933 erließ das zu diesem Zeitpunkt noch junge NS-Regime das sogenannte Reichstierschutzgesetz. Dieses Gesetz galt und gilt als bahnbrechend im Tierschutz, markierte es doch den Beginn des Schutzes der Tiere um derer selbst Willen.1 Zum ersten Mal bildete die Erkenntnis der Leidensfähigkeit der Tiere die Grundlage eines Gesetzes und blieb de facto bis in die 1970er-Jahre in Kraft, wonach es allerdings verändert wurde und die bisher mehr gefühlsbetonten [sic!] Beurteilungsmaßstäbe zunehmend durch exakte und wissenschaftliche Erkenntnisse über tierartgemäße und verhaltensgerechte Normen und Erfordernisse ersetzt wurden.

Die Ursprünge dieses Gesetzeswerkes sind also nicht in der rationalen, wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Rolle des Tieres und seiner Stellung zur menschlichen Gesellschaft und in der Natur zu suchen, sondern fallen in die Epoche der deutschen Romantik, in deren Blickfeld ihres literarischen Schaffens die Natur zunehmend rückte.2

Das Reichstierschutzgesetz kann damit als ein eindrucksvolles Beispiel der „ideologischen Kompatibilität“ der NS-Ideologie mit dem Tierschutzgedanken gesehen werden.


1: ➚einestages.spiegel.de/static/topicalbumb…

2: ➚www.animallaw.info/article/und-die-tiere…