Tierleidvideos
erzeugt:2016-11-08
letzte Änderung:2017-08-26

Es kursiert einen Anzahl von Videos im Internet, die sich gegen Pelzproduktion, Mastbetriebe,… richten, und entsprechend Bilder von leidenden Tieren zeigen. Es ist anzunehmen, dass sie in der Regel nicht dokumentarisch, sondern propagandistisch ausgerichtet sind, das gezeigte Bildmaterial bestenfalls verzerrt und nicht repräsentativ, schlimmstenfalls sogar gestellt ist.

Eine Möglichkeit besteht dabei schon einmal schlicht in der Auswahl des gezeigten Materials: Von vielen vielen Aufnahmen werden nur diejenigen gewählt, die den eigenen, vorgefassten Standpunkt untermauern, alle anderen und hier vor allem die, die dem gar widersprechen würden, werden weggelassen.1 Auch lassen sich natürlich gezielt wenige besonders grausame Vorkommnisse zusammenfassen und diese so darstellen, als ob sie nicht die Ausnahme, sondern allgemein übliche Praxis wären. Das macht zum Beispiel der bekannte Propagandafilm Earthlings.

Oft gibt es in Propagandavideos aber auch schlicht sachliche Unstimmigkeiten, die dem nicht fachkundigen Publikum natürlich nicht auffallen können. So zeigt etwa ein im Netz kursierendes Video über chinesische Pelzfarmen, wie ein Tier lebendig gehäutet und danach auf einen Haufen Kadaver geworfen wird, die aber mangels Blutungen bei der Häutung ganz sicher nicht mehr gelebt haben, wahrscheinlich wurde also die Lebendhäutung extra für das Propagandavideo durchgeführt!

Auf ➚furcommission.com2 gibt es dazu einen ➚ganzen Artikel, der von den 1960ern bis in die jüngere Vergangenheit zahlreiche Fälle anführt, wo etwa Leute dafür bezahlt (!) worden sind, (des medialen Effekts wegen) vor laufender Kamera Tiere zu misshandeln, oder Wildtierfallen extra aufgestellt und gefangene Wildtiere in diese hineingetrieben wurden, um ihr Leid zu zeigen, es ist von den entsprechenden Gerichtsverfahren die Rede, und so weiter und so fort.3

Es kann also davon ausgegangen werden, dass tierrechtlerische Propagandavideos in der Regel nicht authentisch, sondern mitunter sogar gestellt sind und damit jedenfalls nicht respräsentativ für die von ihnen angeblich dokumentierten Bereiche sind.


1: So könnte man zum Beispiel von einem Vortrag nur die Reaktionen des Publikums in einen Film hineinnehmen, wo es der Vortragenden zujubelt, und alle kritischen Bemerkungen etc. weglassen – und schon ergibt sich das Bild uneingeschränkter Zustimmung zu dem, was sie sagt, obwohl das nicht der allgemeinen Haltung des Publikums zu ihren Vorträgen entspricht. Oder aber nur die Ausschnitte nehmen, wo sie kritisiert oder sie gar ausgebuht worden ist, um den gegenteiligten Effekt zu erzielen. Und das mit dem selben Ausgangsmaterial!

2: Bei der U.S.-amerikanischen Fur Commission handelt es sich um einen Dachverband der Pelzindustrie. Dennoch besteht kein Grund, an der grundsätzlichen Richtigkeit der vorgelegten Angaben zu zweifeln. So werden auch ganz konkret sachliche Unstimmigkeiten in den Videos aufgezeigt, und genaue Daten und Namen genannt, die die bewussten Angaben überprüfbar machen.

3: Es existiert übrigens eine deutschsprachige Übersetzung des Artikels auf der Seite der ➚„Achse des Guten“.