Veganismus als Resultat einer Lebenskrise
erzeugt:2016-11-08
letzte Änderung:2016-11-10

In Gesprächen mit Freunden und Bekannten von Veganern, unter ihnen auch Leuten, die in Sozialarbeit und Psychologie tätig sind, hat sich herauskristallisiert, dass Menschen oft aus einer Lebenskrise heraus vegan werden. Diese Krise kann Arbeitslosigkeit, eine schwere Krankheit, Drogensucht, die Pubertät1 (die ja in vielen Belangen einer Krise gleicht), eine seelische Erkrankung, massive berufliche/soziale Erfolglosigkeit, eine Scheidung,… sein, ein Befund, den eine neuere Studie der Universität Graz untermauert, die eine Korrelation zwischen psychischen Erkrankungen und der Tendenz zu einer veganen Lebensweise festgestellt hat.

Manche sehen offenbar in ihren bisherigen Wertvorstellungen und Lebensgewohnheiten die Wurzel für das Übel, in dem sie sich befinden, und trachten, auszubrechen, sprich: Sie orientieren sich an neuen Werten, das Alte hinter sich lassend, ein neues Leben beginnend.

Veganismus/Tierrechtlertum, das oberflächlich betrachtet tatsächlich viele Vorteile gegenüber anderen Lebensweisen bietet, erscheint hier geradezu ideal, als sauberer, moralisch „hundertprozentig“ korrekter Weg, der nichts und niemandem Böses tut.

Das erklärt auch die Beobachtung, mit welchem Fanatismus so mancher Veganer an seiner neuen Lebensweise festhält, schließlich und endlich geht es hier nicht um das Für und Wider zum Veganismus an sich, sondern um das Für und Wider zu einem neuen Leben, wodurch ein Verwerfen des Veganismus einen „Rückfall“ in das alte Leben bedeuten würde, was ein bedeutendes mentales Hindernis für eine Abkehr dieser Ideologie darstellt.

Dies sind allerdings persönliche Beobachtungen, die – abgesehen von erwähnter Studie – auch als solche zu werten sind.


1: Siehe dazu auch: Die Pubertät