„Tiere leiden!“
erzeugt:2016-11-08
letzte Änderung:2016-11-08

Das ist mithin die vegane Killerphrase schlechthin: „Tiere leiden!“ „Deine Wurstsemmel hatte Gefühle!“ „Deine Lederjacke auch!“

Nun ist es nicht von der Hand zu weisen, dass die Tiere, deren Tod für das Erstehen von Wurstsemmeln, Lederjacken, etc. notwendig waren, Gefühle hatten, nur – und hier kommt gewissermaßen die „Auflösung“ der Killerphrase – hat das auch jedes Tier in der freien Wildbahn.

Ob es jetzt „angenehmer“ ist, nicht einfach geschlachtet, sondern zu Tode gehetzt und oft einfach bei lebendigem Leibe gefressen werden, wenn einen nicht Hunger oder Krankheit hinwegrafft, sei dahingestellt, tatsächlich ist es so, dass Leid der Natur immanent ist, ein Leben ohne Leiden – gibt es nicht.

In logischer Konsequenz wäre die einzige effektiv leidfreie Welt eine tote Welt.

Doch selbst wenn man nicht die komplette Abschaffung, sondern lediglich eine Reduktion von Schmerz und Leid beabsichtigt, ist es fraglich, ob das ein Argument gerade für eine vegane Lebensweise wäre, wenn man sich beispielsweise vor Augen hält, wie ein Rind auf einer Alm lebt, gehegt, gepflegt, medizinisch versorgt, und vor dem Siechtum des Alters schnell und schmerzlos dahingerafft, und was ein Rind in freier Wildbahn erdulden muss, permanent getrieben von der Angst, zu verhungen oder von Raubtieren erjagt und gefressen zu werden, und geplagt von Krankheiten und Witterung.