„Tiere fressen nur soviel wie sie brauchen“
erzeugt:2016-11-08
letzte Änderung:2016-11-08

Allgemein herrscht die Überzeugung vor, dass Tiere – instinktiv – nur so viel fressen, wie sie selber brauchen. Sie leben also im Einklang mit einer Natur, die sie nicht ausbeuten.

Der Grund für solche Verhaltensweisen dürfte aber nun eher praktischer als instinktiver Natur sein, so können Raubtiere keine Vorräte anlegen, Beute zu erlegen, die sie ob bereits gefüllter Mägen sowieso nicht fressen können, wäre also Energieverschwendung. Auch macht es von der Sicht eines Raubtiers keinen Sinn, Jungtiere zu jagen, weil sie, sollten sie damit zu erfolgreich sein, den Fortbestand ihrer eigenen Lebensgrundlage in Frage stellen, und trotzdem setzen sie ihnen nach, weil sie einfach leichter zu erwischen sind.

Weiters lässt etwas, was wir Menschen als Gier bezeichnen auch an Tieren beobachten. Tiere fressen in der Regel, soviel sie können, auch wenn sie daran verfetten und letzten Endes eingehen. Ein instinktiv oder gar rational vernünftiges Verhalten zeigen sie also nicht: Wir Menschen, von unseren eigenen Verhaltensweisen ausgehend, interpretieren tierisches Verhalten nur entsprechend.1


1: Bei diesem Totschlagargument handelt es sich natürlich um einen naturalistischen Fehlschluss, bei dem über dies hinaus sogar selbst die beobachtete Faktenlage nicht stimmt.