non sequitur
erzeugt:2016-11-08
letzte Änderung:2016-11-08

Viele Fehlschlüsse passieren, indem aus den zugrundeliegenden Aussagen zwar richtig geschlussfolgert, aber schon die Grundlagen falsch sind. Bei einem non sequitur wird, ungeachtet der Richtigkeit der Aussagen, aus diesen formal falsch geschlossen.

Beispiele dafür lassen sich leicht bilden:

Beim Waschbecken kann sich das Kind die Zähne putzen. Das Kind war nicht beim Waschbecken. Also hat es sich auch nicht die Zähne geputzt.

In diesem Beispiel sind alle drei Aussagen richtig: Das Kind kann sich in der Tat beim Waschbecken die Zähne putzen, da Kind war nicht dort, und das Kind hat sich wirklich nicht die Zähne geputzt, trotzdem ist die Schlussfolgerung, dass sich das Kind nicht die Zähne geputzt hat, weil es nicht beim Waschbecken war, falsch, weil es sich etwa auch die Zähne beim Duschen (und damit nicht beim Waschbecken) geputzt hätte haben können.

Bei einem non sequitur folgt also der gezogene Schluss nicht aus den Voraussetzungen, ungeachtet der Richtigkeit oder Unrichtigkeit der Ausgangssachlage und dem Ergebnis der Schlussfolgerung ist also der Lösungsweg formal falsch.