Evolution
erzeugt:2016-11-08
letzte Änderung:2016-11-08

Was den Begriff der biologischen Evolution angeht, gibt es eine Reihe von teils fundamentalen Missverständnissen. Diese müssen unbedingt ausgeräumt werden.

Gene und Körper

Jedes Lebewesen, kernlose Einzeller, Pflanzen, Säugetiere, Pilze, ja sogar Viren, haben ein Genom und einen Körper. Beim Prozess der Fortpflanzung wird mittels des Genoms der Körper des neuen Lebewesens hervorgebracht, das Genom dient also aus Bauplan für den Körper. Diese Gene bestehen aus Ketten von sogenannten Nukleïnsäuren, aus deren Abfolge die reproduktiven körperlichen Mechanismen (die Ketten der) Proteïne bilden, die ihrerseits den neuen Körper formen. So codiert etwa die Kernsäurenabfolge Cysteïn-Adenin-Guanin die Aminosäure Glutamin, die zum Beispiel in Muskelzellen vorkommt.

Körper mutieren nicht, Gene mutieren.

Bei der Reproduktion muss natürlich auch das Genom vervielfältigt werden, dieser Kopiervorgang ist aber zu einem gewissen Grad fehleranfällig, es kann also sein, dass die Kopie nicht dem Original entspricht, was natürlich auch andere Basenpaare, andere Proteïnketten, und damit andere körperliche Merkmale zur Folge haben kann. Diese, Mutationen genannten Veränderungen erfolgen ausschließlich bei der Reproduktion, das heißt, ein Körper kann nicht mutieren, nur Gene mutieren, weil der Körper das „Ergebnis“ der Gene ist. Evolution erfolgt also über eine Generation zur nächsten, die populäre Darstellung des Fisches, dem Gliedmaßen wachsen, während er an Land watschelt, um sich im nächsten Moment von Baum zu Baum zu schwingen, ist eine künstlerische Darstellung, und wenn diese auch wunderschön anzuschauen ist, so ist sie dennoch der Biologie tatsachenfremd.

Mutationen erfolgen zufällig.

Die Veränderungen, die die nächste Generation im Vergleich zur vorigen erfahren hat, kann gute, keine, oder schlechte Auswirkungen auf die Überlebensfähigkeit des Kindes haben, grundsätzlich gilt, dass Nachfahren, die bessere Überlebensschancen haben als die ohne oder mit anderen Generationen, sich mit höherer Wahrscheinlichkeit fortpflanzen werden als die „Konkurrenz“, und diese daher verdrängen werden, wobei es durch Wanderungsbewegungen natürlich zur Aufspaltung von Populationen kommt und kommen kann.

Mutationen erfolgen nun zufällig, Evolution ist ein de facto physikalischer Vorgang, ob jetzt hinter ihr ein Willen steht, der vielleicht sogar im Stande ist, die Evolution zu lenken oder nicht, lässt sich aus der Evolution selber nicht ableiten. Die Natur ist. Ob hinter ihr ein göttlicher Willen steht, lässt sich genausowenig beweisen wie das Gegenteil, solche Diskussionen sind nicht physisch, sondern metaphysisch. Wer also behauptet, Evolution würde irgendeinem Zweck dienen, und vor Allem, diesen zu kennen … vertritt kein Faktenwissen, sondern einen Glaubensinhalt.