Feber 2020 

quo vadis, veganisme?
erzeugt:2020-02-01
letzte Änderung:2020-02-01

Ein neues Jahrzehnt hat angefangen, und das ist eine gute Gelegenheit, sich anzuschauen, wie es denn ausschaut, mit der veganen Revolution.

Nun, verschwinden wird Veganismus, so tragisch das auch ist, nicht. Er wird weiter existieren als Möglichkeit für Leute in schweren Lebensphasen, ihre Probleme auszuleben, und die Lebensmittelindustrie wird auch nach wie vor die Hand aufhalten, um die Bedürfnisse, die daraus entstehen, konsumtechnisch zu erfüllen.

Ein tiefgreifender gesellschaftlicher Wandel, an dessen Ende die Akzeptanz des Tieres als Freund ist mit denselben unveräußerlichen Rechten wie der Mensch, der findet aber ebenfalls nicht statt. Der heimische Fleischkonsum stagniert im Grunde auf hohem Niveau, und auch wenn es jetzt als solche ausgezeichnete vegane Lebensmittel gibt, so fristen diese nach wie vor ein Nischendasein in den Supermarktregalen, und werden nicht einmal mehr aktiv beworben, weil der Handel draufgekommen ist, dass Veganismus – naturgemäß, als extremistische Ideologie – ganz einfach nicht massentauglich ist.

Eine Entwicklung, wie sie zum Beispiel der Gegnerschaft zum Rauchen widerfahren ist – innerhalb weniger Jahrzehnte ist Nichtrauchen von etwas Ungewöhnlichem zum Mehrheitsprogramm geworden – bleibt dem Veganismus verwehrt, ganz einfach mangels faktischer Grundlage seiner Prämissen.

Veganismus wird also bleiben, sich auf sehr niedrigem Niveau einpendeln, und ich selber wohl diese Seite von einer gegen Veganismus mehr und mehr in eine umwandeln, die sich gegen Extremismus allgemein wendet mit Veganismus als Beispiel. Sonst geht mir nämlich schon bald der Stoff aus. Und wenn ich schon eine Seite betreibe wie diese, dann möchte ich auch, dass sie für die Allgemeinheit einen Nutzen hat, und nur „mit Veganismus“ alleine ist das ganz einfach nicht gewährleistet.