September 2019 

Balluch und die Liste Jetzt
erzeugt:2019-08-31
letzte Änderung:2019-08-31

Ein gewisser Martin Balluch, seines Zeichens Dauer-Obmann der Tierrechtsgruppe VgT, kandidierte im Jahr 2008 für die Grünen – und viele Wähler dieser Partei blieben damals zu Hause,1 weil es sich bei diesem Mann um einen Extremisten handelt, der die Werte unserer Gesellschaft nicht vertritt, auf einer Stufe steht mit Strömungen wie Islamisten, Identititären,… weil es ihm wesensfremd ist, die eigene Anschauung als eben nur das zu begreifen und nicht als absolute Wahrheit, zu der die dumme Mehrheit letztlich auch finden muss, wenn sie, äh, erwachen würde. Oder so.

Er ist also für Leute, die nicht „extremismuskompatibel“ sind unwählbar, und 2008 hat das auch den Grünen massiv Stimmen gekostet; 2019 hat sich die Liste Jetzt offensichtlich, aus welchen Gründen auch immer, dazu entschlossen, ihn auf ihre Kandidatenliste zu setzen, was meiner Meinung nach nur zeigt, dass Pilz, der ja in der Vergangenheit sehr wertvolle demokratiepolitische Arbeit geleistet hat, nurmehr ein Zerrbild dessen ist, was er früher einmal war. Seine Liste kommt laut Medienberichten im Moment auf einen Prozent der Stimmen, und auch wenn es zwei wären, müssten sie sich bis zur Wahl verdoppeln, um überhaupt den Einzug in den Nationalrat zu schaffen.

Balluch als ihren Kandidaten zu haben wird ihnen das zumindest nicht leichter machen.


1: Siehe dazu: Grüner Wahlverlust dank Balluch?