Juni 2019 

Ernährungsexperimente
erzeugt:2019-05-30
letzte Änderung:2019-05-30

„Antivegane Ernährung“ ist bekanntlich eine, die nicht ideologisch motiviert ist,1 und ich beschließe vor einiger Zeit, meine Ernährung tatsächlich zu verändern – indem ich mir die tägliche Ration Schokolade abgewöhne.

Dass ich es schaffe, ist etwas, von dem ich nicht weiß, ob es mich nicht gruseln sollte (was kommt als nächstes? Seifenflocken schwitzen? Heiligenschein?), aber, ja, ich ernähre mich im Grunde schokoladenfrei. Und auch wenn ich hin und wieder einer Sachertorte oder einem Stück Konfekt nicht abgeneigt bin – schmeckt ja nach wie vor sehr gut – fress ich eben nimmer eine ganze Bonboniere oder eine ganze Torte, sondern eben nur ein Stück, und so, wie ich auch einen edlen Obstbrand oder zur Feier des Tages einen guten Rotwein zu schätzen weiß, aber eben halt auch nicht „sauf“, sind Genussmittel für mich jetzt auch in dieser Hinsicht das, was sie sein sollen.

Der große Unterschied zu früher, jetzt, da Schokolade eine Ausnahme und keine Regel mehr ist: Ich schmecke überall viel stärker den Zucker raus als früher, und mir fällt auf, wie übersüßt eigentlich alles ist. Außerdem bin ich draufgekommen, wie viel Geld ich mir persönlich spare, weil das Zeugs eigentlich sauteuer ist, und nicht zuletzt, dass ich mich auch körperlich wohler fühle als früher.

Und auch diese Befunde sind nicht uninteressant.


1: Siehe auch: antivegane Ernährung