Oktober 2018 

Kaiserpinguine
erzeugt:2018-10-28
letzte Änderung:2018-10-28

Pfeif auf Katzenvideos, es gibt Tiere, die viel putziger, viel drolliger, viel süßer sind: Kaiserpinguine.

Sie sind als Erwachsene der Inbegriff der Eleganz – wer sonst im Tierreich hat einen angeborenen glänzenden Frack? – und ihre Küken sind die herzigsten von allen.

Auch sind sie keine Haustiere, man kann Anteil nehmen an ihrer Geselligkeit, an der Herausforderung, ihr einziges Ei erfolgreich auszubrüten und dann ein flauschiges, piepsendes Daunenbällchen – ihr Küken – zu einem jungen Pinguin großzuziehen, und daran, was das Piepserl so alles erlebt.

Und manchmal, da wird – die Eltern wechseln sich mit Kinderhüten und Futtersuche ab – einer der Elternpinguine bei der Futtersuche im Meer selber gefressen, von Orcas oder Seeleoparden. Manchmal beide. Und da kleine Pinguine auf ihre Eltern angewiesen sind, um gefüttert zu werden, verhungern sie, oder rennen ganz panisch davon, weil sie von den erwachsenen Pinguinen, die selber ihr Küken verloren haben, verfolgt werden, weil diese – immer erfolglos! – versuchen, die Waisenkinder zu adoptieren, und sie dabei schon einmal zu Tode trampeln können.

Also watscheln die kleinen Flauschbällchen um ihr Leben, werden von aufgeregt schnatternden, drolligen Vögeln erdrückt, oder entkommen, um, ohne Eltern chancenlos, in der Kälte zu erfrieren. Und dann liegt dort ein süßes, herziges Daunenknödel, und wird vom Wind mit Schnee zugeweht. Die Tierchen sind sogar im Lebenskampf, im Sterben und im Tod süß.

Können Katzenvideos das auch bieten?