Juni 2017 

Buchrezension: Don't Go Veggie
erzeugt:2017-06-04
letzte Änderung:2017-06-04

Der vegetarisch/vegane Wahn. Eines der Probleme unserer Zeit. Kind der Dummheit und Weltfremdheit der Verlorenen unserer Wohlstandsgesellschaft. antivegan.at verdankt diesem Phänomen seine Existenz. Doch bin ich nicht der einzige, der gegen diese Verwirrung anschreibt, es gibt zum Beispiel ein Buch, „Don't Go Veggie“, von Udo Pollmer, Georg Kleckl und Klaus Alfs.

Und es ist das Papier nicht wert, auf dem es gedruckt ist.

Denn wer sich eine sachliche Auseinandersetzung mit einem Thema erwartet, das ja schließlich auch effektiv Schaden in unserer Gesellschaft anrichtet, weil es die Leute auf falsche Lösungen für empfundene oder tatsächliche Probleme bringt, irrt. Es ist eine Polemik, hin und wieder mit Quellen unterlegt, was es wohl immer noch besser als so manche vegan-tierrechtlerische Kampfschrift macht, aber alles in Allem entsteht der Eindruck, dass die Autoren sich einfach willkürlich irgendwas zusammengesucht haben, um dem Untertitel „75 Fakten zum vegetarischen Wahn“ gerecht zu werden, und dann eben entsprechend gegen das, was sie gefunden haben, ins Feld gezogen sind.

Ja, man kann zum Beispiel tatsächlich Stierkampf fragwürdig finden, der Umstand, dass die Tiere vorher besser gelebt haben als wohl die meisten Menschen auf der Welt, ändert nichts daran, dass der Vorwurf der Tierquälerei hier nicht von der Hand zu weisen ist. Als Beispiel. Es entsteht der Eindruck, dass die Autoren an sachlicher und logischer Argumentation garnicht interessiert sind, sie ähneln darin fanatischen Atheisten, die in allem, was auch nur irgendwie religiös ist, etwas Böses sehen wollen, und stehen damit im Grunde auf derselben Stufe wie die, die sie eigentlich bekämpfen.

Es gibt ein paar einzelne interessante Sachen, vielleicht reiß ich mir diese Seiten ja noch raus, aber spätestens dann wird dieses Machwerk im Altpapier landen.

Mehr hat es wirklich verdient.