März 2017 

Jessas!
erzeugt:2017-03-02
letzte Änderung:2017-03-29

Am Verteilerkreis Favoriten in Wien (über den jeden Tag gefühlte 100% des österreichisches Straßenverkehrs fließen), da steht, auf einem Betonsockel ein Straßenschild. Weist darauf hin, dass ein bestimmter Straßenbereich gesperrt und nicht zu befahren ist. Und eines … schönen? … Tages, da hat doch tatsächlich jemand eine „Zusatztafel“ darunter anmontiert, wo zu lesen wäre, dass, äh, Jesus die einzige Straße in den Himmel wäre. Ich habe es innerhalb von 48 Stunden abmontiert und weggeworfen.

Ich habe nichts gegen das Christentum. Ich habe etwas gegen Eiferer.

Denn Straßenschilder haben eine bestimmte Funktion, sie lenken und leiten den Verkehr, helfen den Menschen hinterm Steuer, sich im Labyrinth und Gedränge unseres Verkehrssystems zurechtzufinden, jede Ablenkung ist daher unangebracht. Wer jetzt also, von Jesus, der Liebe zu Tieren, der internationalen proletarischen Revolution, dem deutschen Volkstum, dem Wort des Propheten oder was auch immer getrieben ist, sollte tunlichst zuerst überlegen, ob mit irgendwelchen Missionierungsversuchen nicht das allgemeine Wohl beeinträchtigt werden könnte, und von solchen Aktionen doch bitte Abstand nehmen.

Ich habe nämlich weder ein grundsätzliches Problem mit Religionen, Heimatliebe, Freiheit und Gleichheit oder Tierschutz, aber sehr wohl gedankenlosem Missionierungseifer.