November 2008 

Grüner Wahlverlust dank Balluch?
erzeugt:2016-11-08
letzte Änderung:2016-11-08

Die Grünen haben bekanntlich bei der letzten Nationalratswahl – verloren. Das hatte viele Gründe, doch war ein gewichtiger davon der Umstand, dass sie von einem nicht unwesentlichen Teil ihrer Stammwähler offenbar im Stich gelassen worden sind:

Jeder zwölfte Grün-Wähler von 2006 blieb diesmal zu Hause, damit erlitten die Grünen von allen Parteien die höchsten anteilsmäßigen Verluste durch Demobilisierung.1

Die anteilsmäßig höchsten Verluste durch Demobilisierung. Demobilisierung. Die Stammwähler wollen nicht.

Warum nicht?

Als Arbeiter und eindeutig „Nicht-Bürgerlicher“ gehöre ich keiner wie immer gearteten Zielgruppe der Grünen an, dennoch kenne und kommuniziere ich natürlich auch mit Leuten aus dem „grünen Umfeld“, und hier kommt in Gesprächen immer wieder ein wichtiger Punkt, der diese Partei offenbar für viele Intellektuelle unwählbar gemacht hat: Martin Balluch.

Die Grünen haben – aus welchem wahltaktischen Kalkül heraus auch immer – Balluch auf ihre Nationalratsmandatarsliste gesetzt. Im Falle eines grünen Wahlsieges hätte das unter Umständen bedeuten können, dass Balluch mit seinem VgT einen wahren Auftriebsschub durch sein Nationalratsmandat (und wohl nicht zuletzt durch sein Mandatarsgehalt, das um Dimensionen höher ist als ein durchschnittlicher Lohn) erhält.

Diese Perspektive war aber offensichtlich2 für viele Intellektuelle untragbar, weshalb sie den Grünen bei diesen Wahlen ihre Gefolgschaft versagt haben.

Ich danke.


1: ➚www.sora.at/index.php?id=77&type=1

2: ➚lindwurm.wordpress.com/2008/09/03/grune-…